VfB 1999 Bischofswerda – Görlitzer HC 48:19 (22:8)
Nach dem Erfolg im vorangegangenen Spiel bei der SG Schneeberg/Zschorlau benötigte die Mannschaft des VfB 1999 Bischofswerda noch einen Sieg zum Gewinn der Sachsenmeisterschaft. Ursprünglich sollte dieser am 22. März 2025 gelingen. Da aber der Görlitzer HC an diesem Tag keine spielfähige Mannschaft zur Verfügung stand, wurde das Spiel auf den 02. April 20245 in die Trainingszeit verlegt und die Spielerinnen mussten sich somit mit dem Gewinn des Titels noch etwas in Geduld üben. Trotz der Ausgangsvoraussetzungen, die Görlitzerinnen reisten als Tabellenschlusslicht nach Bischofswerda, sollten die VfB-Mädels den Gegner mit dem notwendigen Ernst begegnen und von Beginn an ihr Tempospiel aufziehen. Bevor das Spiel startete, erhielten Larissa Klose und Helene Lieschke noch ihre Ernennungsurkunden für den LK1-Kader. Dann war es aber angerichtet und vor einer tollen Kulisse konnte das Spiel beginnen.
Gleich von Beginn an zeigten die Schiebockerinnen, dass sie sich für das Spiel viel vorgenommen hatten und nichts anbrennen lassen wollten. Es waren noch keine zwei Minuten gespielt, da konnten Helene Lieschke, Melina-Jolie Lalurny und Frigga Boden für einen 3:0-Spielstand sorgen. In der Abwehr wurde gut gegen den Ball gearbeitet und die wenigen Würfe, welche in Richtung Tor kamen, waren meist sichere Beute von Kristin Dammer. In Richtung Görlitzer Tor wurde mit viel Tempo und Druck auf die gegnerische Abwehr gespielt, was zu einfachen Toren führte. Bis zur ersten Auszeit der Gäste, in der zehnten Spielminute, wurde der Vorsprung insbesondere durch Tore von Melina-Jolie Lalurny und Helene Lieschke auf 10:3 ausgebaut. Auch wenn in der Folgezeit etwas fahrlässig mit der Chancenverwertung umgegangen wurde, konnte auf Grundlage einer guten Abwehr der Vorsprung dennoch bis zur 20. Spielminute auf 18:7 ausgebaut werden. Die verbleibende Spielzeit bis zur Pause wurde wieder konzentrierter agiert und durch Tore von Larissa Klose, Luci Förster und Laila Mejia konnte bis zur Pausensirene bereits eine deutliche Führung von 22:8 erspielt werden. In der Kabine wurde gefordert, das Tempo weiter hoch zu halten und aus einer beweglichen Abwehr das Umkehrspiel zu suchen. Zudem sollte keinesfalls nachgelassen werden und den Zuschauern sollte weiterhin ein engagierter Auftritt geboten werden.
Die ersten zwei Minuten brauchten die VfB-Mädels noch, um sich zu finden, dann sorgte Leni Meißner mit vier Toren in zweieinhalb Minuten, Frigga Boden per Gegenstoß und Linda Hartmann vom Siebenmeterpunkt für den Ausbau der Führung auf 29:11. Nach dem 29:12 sorgte ein 5:0-Lauf in weniger als zwei Minuten durch Tore von Larissa Klose und Helene Lieschke für die 34:12-Führung. Maya John konnte sich nun auch im Tor mit sehenswerten Paraden auszeichnen und im Angriff wurde weiterhin mit viel Willen agiert. Auch wenn nun in der Abwehr nicht mehr die letzte Konsequenz gezeigt wurde und die Gäste zu einfachen Toren kamen, konnte durch ein beherztes Angriffsspiel der Vorsprung weiter ausgebaut werden. Durch weitere Tore von Helene Lieschke und Larissa Klose sowie Treffer von Josi Forgbert, Luci Förster und Jette Eisold konnte der Vorsprung bis zum Spielende gar auf 48:19 ausgebaut werden. Mit dem Schlusspfiff stand dann nach einer erneut eindrucksvollen Leistung auch endgültig fest, dass der Sachsenmeistertitel der Saison 2024/2025 nach Bischofswerda geht. Die Mannschaft konnte somit ihrer Favoritenrolle auf die Meisterschaft bereits zwei Spieltage vor Saisonende gerecht werden und sich nach Abpfiff zu Recht feiern lassen.
„Die Mannschaft macht seit Jahren eine super Arbeit und besticht durch Trainingsfleiß und Engagement. Den Titel haben sie sich mehr als verdient. Auch in diesem Spiel, gegen einen vermeintlich leichteren Gegner, haben wir zu keinem Zeitpunkt etwas anbrennen lassen. Diese seriöse Einstellung zum Gegner hat uns diese Saison in allen Spielen begleitet. Dennoch werden wir uns nun nicht ausruhen und zurücklehnen. Die Entswicklung der Mannschaft und der einzelnen Spielerinnen ist noch lange nicht beendet und es ist noch unzählig Potential vorhanden, was es zu fördern und zu fordern gilt. Die Mannschaft darf sich nun aber erst mal zurecht feiern und den verdienten Lohn genießen. Nun wollen wir natürlich die Saison mit einer weißen Weste beenden und werden auch die verbleibenden Spiele in der Regionalliga mit viel Engagement bestreiten. Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen Zuschauern, welche trotz der ungewöhnlichen Anwurfzeit den Weg in die Halle gefunden haben und uns lautstark unterstützten“ gab sich Trainer Sebastian Hartmann nach dem Spiel sehr zufrieden. Bereits am Samstag, den 05. April 2025, geht es zum Tabellenvierten nach Dresden. Anwurf ist 12:00 Uhr gegen die Mannschaft des MSV. Auch in diesem Spiel würden sich die Mädels über lautstarke Unterstützung freuen.
Es waren erfolgreich: Kristin, Maya, Amelie, Luci, Emma, Annalena, Linda, Laila, Helene, Larissa, Josi, Frigga, Melina-Jolie, Leni, Jette
Bilder (c) Mandy + Falk Forgbert, Freya Boden, Olaf Gabler